The Andes Trail
Lea unterwegs von Quito nach Ushuaia 2010
 
 

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The Andes Trail 2010

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The Andes Trail (www.bike-dreams.com)

Vorbereitung

  • Sissach, 1. August 2010

Der Countdown läuft und in wenigen Stunden geht's los. Die letzten Tage verliefen im Schnellzugstempo. Am Dienstag hatte ich meinen letzten Arbeitstag. Christian staunte nicht schlecht, dass ich ohne Hektik und Stress meine Arbeiten erledigen und verteilen konnte, meinen Arbeitsplatz schön säuberlich geräumt (und sogar noch frisch geölt!) verlassen konnte und frühzeitig nach Hause ging. Meine vorerst letzte Hauensteinfahrt genoss ich bei schönstem Wetter in vollen Zügen. Den Abend genossen wir zusammen mit der Furter Family. Am Mittwoch ein letzter Besuch beim Velohändler, im Transa, im Veloplus, im Lebensmittelgeschäft. Daneben fand ich sogar noch Zeit, in einem meiner Lieblingscafés in Basel ein Erdbeertörtli und einen feinen Kaffee zu trinken. Aber danach ging's los: Regenkleidung waschen und imprägnieren, das Gepäck sorgfältig sortieren und wichtiges von unwichtigem trennen respektive das Chaos sortieren. Den Abend genossen wir in gemütlicher Zweisamkeit. Am Donnerstag stand ich in der Küche und habe auf Wunsch von Christian unsere Gartenernte verarbeitet: Tomaten-Zuchetti-Sauce gekocht und Brombeer-Gelée eingemacht. Danach fand ich die Musse und bin auf meiner Hausstrecke eine lange Runde gejoggt. Die Aussicht von der Sissacher Fluh habe ich einmal mehr genossen. Wieder zuhause testete ich das Kleider Schichten-Prinzip: Ich kann jetzt 7 Schichten (in Form von unterschiedlich dicker Velobekleidung) anziehen und meine verlässliche Gore Tex Bikejacke kann ich immer noch verschliessen. Ich kann also im schlimmsten Fall als "Michelin-Männlein" durch die Anden trampen.

Danach: Zelt putzen und versorgen, Campingausrüstung kontrollieren und verpacken, danach mein restliches Reisegepäck sortieren, ordnen, was brauche ich - was brauche ich wirklich. Mein Motto: "Reduce to the max". Abends waren wir zu Besuch bei meinem Bruderherz mit seiner Family. Tobi hat seine Grillkünste zum Besten gegeben - zum Glück brauche ich in Kürze Tausende von Kalorien. Am Freitag stand ich nochmals in der Küche und habe für Christian einige Sonntagszöpfe und eine Serie seiner Lieblingsgutzi gebacken: Spitzbuben - jetzt kann er jeden Sonntag einen mampfen. Wenn die Kiste leer ist, treffen wir uns am Ende der Welt. Vorausgesetzt: Er isst jeden Sonntag nur einen Spitzbueb... Am Nachmittag besuchte ich mein kleines Patenkind Ladina. Sie kam am 5. Juli zur Welt und ist total süss. Wenn ich sie im Januar wiedersehen wird sie schon wieder ganz anders aussehen. Abends waren wir zu Besuch bei der Füllemann Family. Das chinesische Essen haben wir (im Gegensatz zu den Kids) sehr genossen. Am Samstag stand für einmal ausschlafen auf dem Programm, danach ein letzter Besuch beim Coiffeur: Ich brauche eine pflegeleichte Bike-Frisur. Das Resultat lässt sich sehen. Böse Zungen behaupten sogar, ich sehe jetzt (noch) jünger aus! Am Nachmittag galt's ernst: Jetzt wird definitiv gepackt. Das Velo konnte ich auseinander nehmen (hoffentlich kann ich es in Quito auch wieder zusammensetzen...) und in die Kartonschachtel verpacken. Zum Glück ist Christian ein Meister im packen: Neben dem Velo fand noch einiges Platz im Karton: Satteltasche mit Inhalt, Zeltstangen, Zeltzubehör, Schlafmätteli, Bike-Rucksack, restliche Sportverpflegung, Ersatzmaterial für's Velo. Der Karton wiegt jetzt stattliche 30 kg. Mein restliches Gepäck fand vorschriftsgemäss in einer grossen Reisetasche Platz: nochmals 23 (resp. 25 kg). Als Handgepäck habe ich jetzt nur noch eine kleinere Reisetasche mit allerlei Krimskrams. Den Abend haben wir gemütlich im Römerweg mit Lotti verbracht, sogar für ein Jokerspiel reichte es noch. Und heute Sonntag soll’s mehr oder weniger gemütlich sein. Ich ordne noch meine persönlichen Dokumente. Lade meinen I-Pod mit guter Musik und die Homepage wird up-gedated. Danach noch Bügeln und einige Telefonate. Am Abend fahren wir dann nach Zürich und checken ein. So können wir am Montag in Ruhe mit dem Zug nach Zürich fahren und uns ohne Stress und Hektik voneinander verabschieden.

Neben all diesen Tätigkeiten musste ich natürlich auch mein Notfallcouvert" schreiben - eine Sache, welche ich bis zum letzten Augenblick hinausgezögert habe. Weitaus erfreulicher war mein Abschiedsgeschenk an Christian: Ich habe ihm 130 Liebes-Brieflein geschrieben, für jeden Tag eines. Die Kartonschachtel mit dem bunten Inhalt soll ihn durch die sicher nicht immer einfache Zeit begleiten. Seine Freude war riesig. Er hat mich mit seinem individuellen Reisegepäck überrascht: eine persönliche Lunchbox mit Orangenschnitzen mit Schoggi (hhhmm, Brändli sei Dank), ein Schildkrötli zum kuscheln, ein Sackmesser, ein Reisewecker, eine Schutzengelkarte (das kann ich sehr gut gebrauchen), ein Liebesbrieflein, Notproviant (getrocknetes Beef) und farbige Wäscheklammern. Ja, unser Abschied wird brutal - wir verdrängen es beide. Wir sind uns einig: Zum Glück hat es geklappt, dass Christian Mitte Dezember Ferien bekommen hat und er mich in Ushuaia abholt. Diese gemeinsamen Wochen bis Mitte Januar werden uns wieder näher bringen und uns genug Zeit zum reden und geniessen geben.

Wenn ich meinen Plan wirklich durchziehen will so sollte ich bis Montagabend noch mein Velo putzen, die restliche Wäsche waschen und die Fenster putzen... und mich noch persönlich von einigen Freunden verabschieden. ...ach ja, ich sollte mich noch um mein Handy kümmern - nicht dass ich im Notfall in der Pampa stehe und nicht weiss, wie ich ein SMS schreiben oder meine Tourgspänli erreichen kann (meine Handyabneigung hält weiterhin an...)

Auf jeden Fall wünsche ich allen eine gute Zeit. Die meisten von euch habe ich auf der Seppeweid in Läufelfingen oder später noch persönlich getroffen. Leider reichte es nicht für alle. Das ist nicht absichtlich - wie immer bin ich voll im Schuss (bis zur letzten Minute). Ich freue mich, wenn ich ab und zu etwas von euch höre. Ich plane Reiseberichte zu schreiben, welche Christian dann auf unserer Homepage veröffentlicht, dazu natürlich auch Fotos. Mails beantworte ich sicher - je nach Infrastruktur (und Lust und Laune) schneller oder weniger schnell.

Danke, wenn ihr ab und zu auch an Christian denkt...

Ich freue mich, euch im Januar 2011 gesund und fröhlich mit einem Rucksack voller unvergesslicher Eindrücke wiederzusehen.

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